Der untere Post über "meine Mutter" stammt nicht aus meiner Feder. Allerdings könnte der Text tatsächlich von mir sein, denn es passt... leider... zu meinem Leben.
Ich bin 60 Jahre alt und wann schaffe ich es, mich von meiner Mutter zu lösen??
Mein Sohn ist nun 35 Jahre alt, verheiratet seit April 2023, wird nächstes Jahr ca. April zum ersten Mal Vater. Er ist mit seiner Frau in die Heimat - nähe Frankfurt Main - umgezogen. Warum auch nicht?
Ich komme ursprünglich auch aus dieser Gegend, also dort geboren und die ersten 6 Jahre dort aufgewachsen. Meine Mutter hat meinen Stiefvater kennengelernt und so sind wird dann nach Karlsruhe gezogen.
Meine Kindheit war nicht schön, also nicht herzlich schön, nicht liebevoll schön, nicht so, wie bei meinen Freundinnen, Klassenkameradinnen jedenfalls.
Und oh ja, klaro, ich hatte zu Essen, Kleidung, Spielsachen (nicht all zu viel), Urlaube, Ausflüge.. ja das schon. ABER ich hatte keine Mutter die morgens geschaut hat, ob ich mir vor der Schule die Zähne geputzt hatte, ob ich mich gekämmt, gewaschen und saubere Kleidung angezogen hat.
Nachmittags wurde nicht kontrolliert, ob ich die Hausaufgaben gemacht habe, gelernt habe. Nee, ich musste nach der Schule die Wohnung aufräumen, saugen, Staubwischen und dies und jenes. Aber okay - das war und ist halb so wild. Aber auch Abends - keine Zeit für mich - kein "wie war es in der Schule? Hausaufgaben? Sollen wir lernen? Lesen üben?" Kein "komme lass dich umarmen, keinerlei Liebe" .... bin ich deshalb bindungsunfähig? - bin ich deshalb gerne alleine?
Ach ja - ich bin seit 32 Jahren geschieden - und eine neue Partnerschaft (?), nein, Versuche ja, aber funktioniert hatte es nie.
Warum habe ich nach dem Text gesucht und ihn gefunden? Warum schreibe ich das alles?
Ja, es ist Weihnachten. Und für mich die schlimmste Zeit im Jahr. Noch morgen, dann wieder ein Jahr Ruhe.
Ich war gestern "Heilig Abend" bei meinem Sohn, seiner Frau und deren Familie, in der Kirche dort.... und es war schön, familiär, nett, es wurde umarmt - so schön.
Meine Mutter hätte mitkommen sollen oder können, wollte sie aber nicht, weil sie sauer ist, weil mein Sohn die ständige Zankereien mit ihr nicht mehr ertragen kann. Recht hat er.
Mein Stiefvater ist übrigens seit 5 1/2 Jahre tot. Tja, ich habe nicht eine Träne geweint und nur gedacht - gut - er ist weg. Damals, also zum Zeitpunkt der Trauerfeier und Beerdigung bat mich meine Mutter, meinem Sohn Bescheid zu geben. "Meinst du er kommt?" Klaro, kam er.
Mein Ex Ehemann - der Vater meines Sohnes ist diesen Sommer gestorben, ganz plötzlich. Meine Schwiegertochter rief mich an. Oh je. Auch wenn die Ehe schon lange fertig war, keine Trauer von mir, aber dennoch komisch. Tut mir leid mein Sohn...
Von meiner Mutter kam nichts an meinen Sohn. "Ach, ich weiß ja nichts offizielles, also sag ich ihm auch kein tut mir leid oder so".
Ich verstehe meinen Sohn, er ist getroffen. Wieso tut sie das? Keine Ahnung. Altersstarrsinn? Nee, ich weiß es - es ist ihr narzisstische toxische empathielose Art.
Nun ja - heute war ich mit ihr Essen (1. Weihnachtstag). Und nochmal ja (ich verwende das Wort "ja" oft). Diese 2 Stunden waren so schrecklich wieder für mich. Sie hat mir Vorwürfe gemacht, dass sie gestern alleine war. Ähm... du hättest mitkommen können. Ähm... sorry, aber ich bin auch schon 60 Jahre alt, wieso muss sich alles nur um dich drehen?
Sie hatte mal wieder viel Alkohol getrunken ... ach ja ... auch so eine Eigenart von ihr ... sie wollte sich gestern das Leben nehmen.
... -> bin ich jetzt ein böser Mensch, wenn ich gedacht habe, "dann mache es doch", dann bin ich endlich frei <- ...
Morgen nochmal mit ihr Essen gehen (2. Weihnachtstag)... ich halte es nicht aus... ich will nicht mehr...
....-> morgen schreibe ich mir noch mehr von der Seele... oder soll ich aufhören zu atmen??
Ich mag meine Mutter nicht
Muttertag – Zeit für Gefühle. Und für Ehrlichkeit
2020 war das erste Jahr, in dem die Feeds meiner Social-Media-Accounts am und um den Muttertag herum mit Mutter-Tochter-Fotos überflutet wurden. Vielleicht weil es der Frühling war, in dem Corona ausbrach. Weil viele Menschen um das Leben ihrer alten Eltern zitterten. Weil sie deshalb ein besonders großes Bedürfnis hatten, ihrer Liebe zur Mutter Ausdruck zu verleihen.
Vielleicht aber gibt es diesen Trend schon viel länger, und ich hatte ihn nur noch nie bemerkt. Fest steht: Nachdem mir diese Muttertags-Foto-Flut vorletztes Jahr erstmals aufgefallen ist, überrollte sie mich auch 2021. Und ich rechne damit, dass sie auch dieses Mal rollen wird.
Meiner Social-Media-Blase entsprechend sehe ich auf diesen Muttertags-Fotos eine Frau mittleren Alters zusammen mit einer sehr alten Frau. Oder auch nur eine lächelnde Greisin. Dazu ein Text dieser Art: „Ich bin so dankbar, sie noch haben zu dürfen.” – „Mein großes Vorbild.” Oder: „87 und noch immer topfit: Die beste Mama der Welt.” Manche Fotos zeigen Verstorbene: „Heute bin ich besonders traurig, dass du nicht mehr bei mir bist.” Ich sehe und lese – und fühle etwas zwischen Befremden und Neid. Es muss schön sein, eine Mutter zu haben, auf die man stolz, mit der man innig verbunden, der man dankbar ist. Nach deren Warmherzigkeit, Witz, Stärke, Trost, Rat oder Apfelpfannkuchen man sich sehnen kann. Ich empfinde nichts davon, wenn ich an meine Mutter denke.
Die Geschichte meiner Mutter lautet: Es hat dir an nichts gefehlt
Meine Mutter ist mir fremd. Fremder als viele fast fremde Frauen, gerade weil sie meine Mutter ist und wir einander trotzdem nicht nah sind. Wir haben eine gemeinsame Geschichte, ja. Aber die, die meine Mutter erzählt, ist eine völlig andere als meine. Die Geschichte meiner Mutter lautet: Es hat dir an nichts gefehlt.
Meine Geschichte lautet: Stimmt, es hat mir weder an Kleidung und Schulbroten noch an Klavierstunden, Erziehung und Bildung gefehlt. Auch nicht an Urlauben, sorgsam ausgesuchten Geburtstagsgeschenken und hingebungsvoll geschmückten Weihnachtsbäumen. Woran es mir jedoch sehr gefehlt hat: an Geborgenheit, Zärtlichkeit und Einfühlungsvermögen, an Nähe, Wärme, Lachen, Herzlichkeit. An Liebe – an spürbarer Liebe, nicht an behaupteter. Es hat mir am Allerwichtigsten gefehlt, so sehe ich es.
Es war immer sehr hübsch, sehr sauber, sehr ordentlich bei uns zu Hause; was man mit den Augen sieht, war meiner Mutter schon immer extrem wichtig. Ihrem Bedürfnis nach Ordnung, Sauberkeit und Schönheit hatte sich alles unterzuordnen, auch ihr Kind. Zum Beispiel: Wenn es geschneit hatte, stürmten alle Nachbarskinder jubelnd in die Gärten, bauten Schneemänner und warfen Schneebälle. Nur ich durfte nicht in unseren verschneiten Garten. Meine Mutter wollte vom Wohnzimmer aus auf eine makellose Schneedecke schauen, auf ihr kleines, privates Wintermärchen. Deshalb musste ich dort im Schnee spielen, wo er sowieso nicht lange unberührt blieb – auf dem öffentlichen Rasenstück vor dem Haus.
Wut, Schmerz, Schmutz – das passt nicht in die mütterliche Idylle
Natürlich gibt es für ein Kind viel Schlimmeres, als keinen Schneemann im Garten bauen zu dürfen. Aber dieses Beispiel ist ein Gleichnis dafür, in was für einer Atmosphäre ich groß geworden bin: Meine Mutter hat der Idylle (ihrer Version einer Idylle) stets den Vorzug gegeben vor Lebendigkeit – sogar wenn sie sich nur in Form von kindlicher Lebenslust zeigte, erst recht, wenn es sich um eine weniger „reine”, erwachsene, kraftvollere Lebendigkeit handelte.
Lebendig zu sein heißt, jedenfalls für mich, sich darauf einzulassen, dass das Leben unberechenbar und ambivalent ist. Dass zur Liebe die Wut gehört, zur Lust der Schmerz und zum Ausprobieren die Gefahr. Dass das Schöne Schmutz machen und das Schmutzige schön sein kann. Dass sich im tiefsten Dunkel Erleuchtung verbirgt. Dass Gut und Böse die Gestalt wechseln und auch sonst nichts ganz sicher ist außer dem Tod, weshalb man das Leben, solange es dauert, mit möglichst offenen Armen empfangen sollte. Meine Mutter aber fürchtet alles Unberechenbare, Zweideutige, Ungewisse wie der Teufel das Weihwasser. Sie will Klarheit, Sicherheit, Kontrolle.
Alle Gegenstände haben bei ihr ihren festen, zentimetergenauen Platz. Schon als Vorschülerin lernte ich, dass Schuhe immer im Schuhschrank zu stehen und dass ich benutzte Trinkgläser in einer ganz bestimmten Ecke der Küche abzustellen habe, damit sie meiner Mutter nicht unangenehm ins Auge fallen. Für alles gab und gibt es Regeln und Rituale. Der Alltag meiner Mutter verläuft nach einem selbstauferlegten Stundenplan: Schon vor der Geburt ihres Enkels ging sie alle drei Wochen immer freitags um neun Uhr dreißig zur Fußpflege. Diesen Termin würde sie niemals verschieben, nur weil der Enkel, inzwischen Student, in der Stadt ist und sie am Freitagvormitttag besuchen will. Unpünktlichkeit erträgt sie nicht einmal minutenweise.
Auch ihr Weltbild ist fest, nämlich schwarz-weiß. Ihre moralischen Urteile fallen entsprechend rigoros aus. Ihr ist alles suspekt, das nach Maßlosigkeit und Kontrollverlust riecht: Alkohol, Partys, Torten, Sex, Schlampigkeit, Grauzonen. Ihre höchste Bewunderung erregen Menschen, insbesondere Frauen, die schlank und adrett, die diszipliniert sind.
Ganz sicher ist meine Mutter auch deshalb so, wie sie ist, weil sie ein traumatisiertes Kriegskind ist, geboren 1939. Ich glaube, dass tief in ihrem Inneren ein kleines Mädchen existiert, das im Luftschutzbunker die Augen zukneift, die Hände auf die Ohren presst und sich in eine Welt träumt, in der wie früher, vor der Katastrophe, alles gut, heil, hell und schön ist. Dieses kleine Mädchen hat, als es den Jahren nach selbst erwachsen war, eine eigene Familie – sein eigenes, winziges Reich – gegründet in der Hoffnung, wenigstens dort in Sicherheit zu sein. Sein Reich schottet das kleine Mädchen durch Ignoranz und Verdrängung von allem ab, was es als bedrohlich empfindet: In der Selfmade-Idylle meiner Mutter, die sich oft aufführt wie eine Prinzessin, darf es nicht nur keine Krümel unterm Küchentisch geben, sondern auch keinen ernsthaften Kummer, keine tiefergehenden Konflikte, keine echten Krisen. Die Prinzessin will vor allem, was sie als unangenehm oder gar überfordernd empfindet, beschützt werden – von allen, die aus ihrer Sicht zu ihrem Reich zählen, auch von ihrem Kind.
Noch immer das Kind aus dem Bombenkeller
Zeit meines Lebens hatte ich das Gefühl, für die Stimmung meiner Mutter verantwortlich zu sein. Ich nehme an, weil sie mir dieses Gefühl gegeben hat. War sie traurig und angespannt, hatte ich versagt. Dann war es meine Aufgabe, sie wieder glücklich zu machen. Indem ich sie nicht noch einmal enttäuschte. Indem ich wieder brav war. Indem ich noch mehr Einsen schrieb. Indem ich sie nicht mit meinen jugendlichen Verwirrungen und Problemen belastete, sondern lernte, immer vergnügt, sehr beliebt und überaus zielstrebig zu tun, dabei war ich oft todtraurig, einsam und orientierungslos. Ein ganz normaler Teenager halt. Bis heute gilt: Wenn es mir nicht gut geht, geht es meiner Mutter noch schlechter. Spätestens dann kommt das hilflose Mädchen zum Vorschein, das bettelt, es solle bitte alles wieder gut sein: „Aber es geht dir doch sicher schon wieder besser, oder? Ich mache mir solche Sorgen, ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen.”
Ja, Mama, schon gut, alles in Ordnung, schlaf, Kindlein, schlaf.
Vor ein paar Jahren gab es einen Augenblick, da gab es eine schlechte, aber keineswegs katastrophale Nachricht im Leben meiner Mutter, die sie weder ignorieren noch schönreden konnte. Meine Mutter, die bis dahin, auf wundersame Weise, ihr ganzes Erwachsenenleben lang von größerem Unglück verschont geblieben war, hätte eine Entscheidung fällen und handeln müssen. Dazu war sie nicht imstande. Sie saß mit geschlossenen Augen zitternd auf einem Stuhl und wimmerte: „Nein, ich kann das nicht. Ich kann das nicht, nein.” Es war der Augenblick, in dem mir aufging: Ich habe nie eine richtige Mutter gehabt, denn meine Mutter ist nur äußerlich erwachsen geworden. Innerlich ist sie ein kleines Mädchen geblieben.
Ich sah meine völlig hilflose, sich jeder Verantwortung verweigernde, die Augen vor der Wirklichkeit verschließende Mutter an und dachte: Fuck, ich bin von einem kleinen Mädchen geboren und großgezogen worden, das erklärt alles! Ich wurde überwältigt von einem tiefen Mitgefühl für mich selbst, für das mutterlose Kind in mir: Ich Arme, dachte ich, ich armes, armes Ding!
Mit meiner Mutter Mitgefühl zu haben schaffe ich nicht. Auch weil sie jede echte Nähe verweigert.
Ein paar Mal habe ich mich als Erwachsene getraut, sie auf den Mangel anzusprechen, den ich als ihr Kind empfunden habe und immer noch empfinde – ruhig im Tonfall, aber ehrlich in der Sache: „Mama, es ist schwer für mich, wenn du …” – „Ich habe gelitten darunter, dass …” – „Ich fühlte mich oft nicht genug geliebt, weil …” Ich habe meiner Mutter Dinge gesagt, die mich maßlos bestürzen und beschäftigen würden, wenn mein Kind sie zu mir sagen würde. Ich würde Tage und Nächte lang darüber nachdenken. Ich würde noch einmal darüber reden, mich erklären, verteidigen und entschuldigen, mich mit meinem über alles geliebten Kind versöhnen wollen. Meine Mutter antwortete immer nur: „Ach, das ist so lange her.” Oder: „Das war damals halt so.” Oder einfach: „Daran kann ich mich nicht erinnern.” Damit war die Sache für sie erledigt, sie erzählte von ihrem neuen Sommermantel und kam nie wieder auf das Thema zurück.
Sie redet und redet. Über Servietten, die Nachbarin, den Sommermantel
Ich habe es aufgegeben, meiner Mutter im Gespräch nah kommen zu wollen. Und so reden wir nur noch über ihre neuesten Einkäufe und andere scheinbar unverfängliche Dinge: Meine Mutter kann schier endlos über Sachen reden. Sie redet über Sachen, die sie begehrenswert findet und irgendwo gesehen hat, die sie sich wünscht, die sie schon besitzt, wo es sie gibt, wo sie sie vor zwei oder zwanzig Jahren gekauft hat, wie viel sie gekostet haben, was sie heute kosten würden oder wo man sie für wie viel Euro bekommt. Gerne redet sie auch über Sachen, die sie nicht mag. Wie geschmacklos sich Frau X anzieht, in welchem Billig-Laden sie niemals einkaufen würde, dass ihr gelbe Blumen nicht in die Vase kommen, so was. Oder sie redet darüber, was sie getan oder zu tun hat. Wo sie überall nach passenden Servietten gesucht und wie lange sie beim Arzt gewartet hat, welche Pralinen sie wo für die Nachbarin besorgen und dass sie die Balkonpflanzen in drei Tagen wieder düngen muss, aber nur mit diesem einen Mittel, alle anderen taugen nichts.
Ich nehme an, dass das endlose Reden über Sachen und Tatsachen meine Mutter davor bewahrt, über Gefühle und andere lebensgefährliche Themen reden zu müssen. Und vor der schrecklichen, erschreckenden Leere, die entstehen würde, wenn sie mal mit Reden aufhören und bemerken würde, dass wir, Mutter und Tochter, einander vor lauter – im Laufe der Jahre immer größer gewordenen – Sprachlosigkeit am Ende ihres Lebens eigentlich nichts mehr zu sagen haben. Ich sitze da und langweile mich entsetzlich. Je mehr ich mich langweile, desto wütender und deprimierter werde ich, bis ich es nicht mehr aushalte und sage: „Du, ich muss jetzt los.” Kaum bin ich aus der Tür, atme ich auf, erleichtert, dass ich meine Mutter jetzt erst mal wieder eine Weile nicht mehr sehen und sprechen muss. Bis zum nächsten Besuch, den ich wie immer nur aus Pflichtgefühl und schlechtem Gewissen absolvieren werde.
Auf einmal war er da, dieser erbarmungslose Blick
Und neulich, als sie sich mal wieder nur halbherzig danach erkundigt hatte, wie es ihrem Enkel ginge, aber die Antwort nicht hören wollte, nämlich dass er gerade schlecht drauf war wegen des damals immer noch anhaltenden Online-Studiums („Na, anders geht es halt nicht, und Corona ist für uns alle eine Belastung!“). Als sie lieber schnell das Thema wechselte und eine halbe Stunde am Stück berichtete, in welchen Ecken die neue Putzfrau nicht gründlich genug geputzt habe und was für eine schwierige, langwierige Angelegenheit es gewesen sei, eine perfekt sitzende Bluse in dem einzigen Rotton zu finden, der ihr stehe. Nicht zu hell und nicht zu dunkel. Da schaute ich meine Mutter mit einem, wie ich selbst merkte, erbarmungslosen Blick an. Ich sah ihre Ich-Bezogenheit, ihre Oberflächlichkeit, ihre Unreife, ihre Eitelkeit, und in meinem Kopf tauchte der Satz auf: Ich mag dich nicht.
Ich hasse meine Mutter nicht.
Meine Mutter hat mich nicht geschlagen. Sie hat mich nicht gedemütigt, missbraucht oder vernachlässigt, jedenfalls nicht äußerlich. Sie hat bestimmt, ich weiß, sogar ihr Bestes gegeben. Deshalb kann ich sie nicht hassen. Ich bin ihr nicht mal richtig böse, es ist nur so: Ich mag sie nicht. Sie eine mir unsympathische, inzwischen sehr alte Frau.
Ich liebe meine Mutter.
Behauptet meine Therapeutin. Zumindest ein Teil von mir liebe sie noch, zumindest ein bisschen. Wenn ich sie gar nicht mehr lieben würde, sagt die Therapeutin, wäre meine Mutter mir gleichgültig. Dann könnte sie mich nicht mehr immer wieder aufs Neue enttäuschen und so traurig oder wütend machen, wie ich es nach meinen Besuchen bei ihr oft bin.
Kann sein, das klingt plausibel, na gut.
Dann liebt irgendwas in mir sie meinetwegen noch ein bisschen, auf eine krude, nicht nach Liebe aussehende, therapiebedürftige Weise. Aber auch diese kindliche Restliebe ändert nichts daran, was die erwachsene, 49-jährige Frau in mir denkt und fühlt, wenn sie auf dem Sofa meiner Mutter sitzt (nicht billig, aber sehr gute Qualität!) und ihr sinn- und empathieloses Geplapper über sich ergehen lässt:
Über Nacht kamen Kobolde und haben meine Kleidung alle etwas enger genäht *lach* 😉... diese Kobolde aber auch...😉
Nun ja. Auf alle Fälle wurde und wird es Zeit, doch etwas zu tun.
Ich bin jetzt 59 Jahre alt, 158 cm groß und hatte Mitte Juni ein Höchstgewicht von 87,1 kg. ZU VIEL !!! Das sagte mein Arzt, mein Kopf, meine Kleidung, meine Knie und überhaupt konnte ich mich nicht mehr so sehen.
Der Schuss kam, als ich ein Kleid für die Hochzeit meines Sohnes, Mitte Juni, benötigt hatte. Oh man. Das da im Spiegel? Echt? Ich? Oh man. NEIN... da muss etwas passieren.
Also probierte ich diverse Shakes - erst mal wegen dem Geschmack.
Bewertungen notiere ich in einen oder mehreren Extra Posts.
Die gute Nachricht! Es funktioniert tatsächlich - auch ohne Sport - nur etwas mehr Bewegung, also z.B. Spazieren gehen, ein Shake zum Frühstück, Ernährung komplett umstellen, und ein bisschen Kalorien zählen. UND verdammt viel trinken ... dazu kommt auch nochmal ein Extra Post.
Ich führe ein Essen-Lebensmittel-Kalorien Tage-, bzw. Notizbuch, da kommen alle notwendigen Notizen rein. Aber NICHT alle einzelnen täglichen Mahlzeiten ... dazu bin ich zu faul.😁😁😁
Meine Wiegetage sind immer Sonntage in der Früh. Ich habe mir in Outlook einen AbnehmKalender eingerichtet. Da wird das Gewicht immer notiert.
Zudem habe ich eine neue Waage, die mit Bluetooth versehen und ist und mit einer Handy App gesteuert werden kann. Vorteil - das Gewicht (und alles was die Waage ausliest), wird automatisch eingetragen und anhand eines Diagramms, kann man perfekt sehen, was da bzgl. Gewicht usw. alles passiert.
Tja... und heute früh habe ich mein erstes Ziel erreicht. Die 8 vorne ist weg. Ich wiege heute 79,9 kg und habe innerhalb von 8 Wochen 7,2 kg abgenommen. 😄
Ich mal mal gelesen, dass, wenn man schreibt, einfach irgendwas schreibt, die innere Ruhe (oder so) findet.
Im hektischen Alltag kann das Schreiben eine Quelle der Entspannung sein. Es hilft die Gedanken zu ordnen, den Stress vom Alltag loslassen zu können. Schreiben entspannt den Geist und fördert ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit. Egal was man schreibt.
Z.B. ein Tagebuch führen
Ich habe ein Kalendertagebuch. Dort schreibe ich meine "passiertes" oder "nicht passiertes" rein. Wenn ich jemanden ganz toll finde oder so richtig sch*** .
Auch habe ich mir ein kleines Notizheftchen DIN A5 gekauft und schreibe schöne Gedichte rein. Bildchen rein, ähnlich wie ein Posiealbum oder in "neudeutsch" Scrapbooking.
In ein anderes Heftchen schreibe ich Rezepte rein. Okay - zugegeben - habe bisher nicht alle ausprobiert. Aber es geht ja ums Schreiben.
Übrigens liebe ich es mit einem Füller zu schreiben.
Und auch wenn bei dem einen oder anderen Text Schreibfehler drin sind, egal, gibt Schlimmeres.
Sie hatte einen Schlaganfall und konnte dadurch kaum sehen und war vom Rücken an gelähmt. Die hinteren Beine hatten kein Gefühl mehr und ja, da sie auch teilnahmslos war und da es weder Chance auf Heilung oder durch Medis usw. das Leben etwas zu verlängern.... sie hätte sich nur gequält... habe ich auf Ratschlag von 2 Tierärzten und der Tierklinik, sie gehen lassen.
Machs gut meine kleine Zuckermaus. Ich vermisse dich sehr.
Auch wenn man meinen Blog evtl. nicht liest, ich schreibe hier rein, um meine Gedanken aufzuschreiben, also ein öffentliches Tagebuch.
In der Firma, bei der ich 27 Jahre tätig war, musste ja leider uns alle im Juli 2022 entlassen und hat zum November 2022 die Tore komplett geschlossen. Ich war 7 Monate Zuhause, weil ich nichts passendes gefunden habe.
Zum 01.01.2023 habe ich dann bei einer "neuen" Firma begonnen. Und tja, mit 58 Jahren wird man einfach nicht mehr von den jüngeren Kollegen akzeptiert.
Der Chef ist launisch und unberechenbar.
Meine direkte Vorgesetzte (nur 1 1/2 Jahre jünger als ich, aber schon mehr als 20 Jahre dabei) ... mein Gott ... dieses tägliche, stündliche, minutliche Gejammer. Wie schwer sie es hat, sie muss ja alles machen, alles bleibt bei ihr hängen... und "schau mal, wie schnell ich arbeite" ...KOTZ WÜRG. Wir sind zu viert im Büro. Und wehe es telefoniert einer, wenn sie telefoniert oder gerade e-mails liest. Ich wäre zu laut. Aber sie - sie ist so laut, vor allem wenn eine andere Kollegin, mit der sie im befreundet ist, im Raum ist.
Am Anfang - und auch noch jetzt - wenn ich eine Frage habe, stöhnt sie dermaßen laut, jetzt nicht, ich habe auch meine Arbeit zu machen - also bekomme ich keine Hilfe. Aber wenn ich es dann liegen lasse oder falsch machen, auch nicht richtig. ABER wenn sie etwas benötigt, muss ich immer alles stehen und liegen lassen.
z.B. Wenn sie vom Urlaub kommt... äh nicht jetzt, muss erst meine e-mails bearbeiten.
Ich hatte Corona... ich konnte nicht meine e-mails bearbeiten, sondern musste ihr sofort helfen.
Die andere Kollegin (50 Jahre) mischt sich permanent ein, zudem meint sie, sie hätte die Welt erfunden. Ständig muss ich zu hören bekommen, was sie schon alles gemacht hat. Ähhh... Entschuldigung, auch ich habe meine Berufsjahre schon hinter mir. Ich bin nicht auf einem Floß den Rhein runtergefahren und habe 0 Ahnung.
Die andere ist soweit ganz i.O. Allerdings Liebling vom Chef, d.h. man kann ihr nicht vertrauen.
UND, wenn ich mal einen Tag frei brauche, um z.B. meine Mutter ins KH zu fahren bzw. zu holen, ähm... nein, dass muss erst genehmigt werden und es müssen alle gefragt werden. Als ich nach Corona ins Büro gekommen bin, ja, die 3 Damen haben Do. u. Fr. vor Weihnachten sich plötzlich frei genommen, weil sie müssen ja noch so viel machen.
Tja, was soll ich dazu sagen. Denke ich werde diese KACK Firma so schnell wie möglich verlassen. Dann bin ich lieber arbeitslos.
Ich nutze für meine Pancakes eine 4-Loch Pfanne, z.B. diese:
Bobikuke Pancake Pfanne 4 Loch, Spiegeleipfanne
Zum Wenden nehme ich Fondue Gabeln aus Holz.
Rezept:
250 gWeizenmehl (Type 405) oder auch Dinkelmehl
2 - 3 ELZucker
2 TL Backpulver
1 Pr. Salz
2 Eier (Gr. M)
205 ml Milch oder Hafermilch
Die trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Backpulver u. Salz) in eine Schüssel vermengen. Dann die Eier und die Milch dazugeben. Mit einem Schneebesen verrühren, bis ein glatter Teig entsteht.
In die Pancake Pfanne etwas Öl (am besten neutrales Öl, wie Sonnenblumenöl) einpinseln. Die Pfanne erhitzen.
.... ich mache die "4 Löcher" etwa zu 80% voll. Ca. 1 bis 2 Minuten, dann mit der Holzgabel am Rand einpiksen und dann wenden. Je nachdem wie dunkel man die Pancakes haben möchte, Temperatur runter oder nochmal wenden.
Jede Seite sollte ca. 2 Minuten ausgebacken werden.
Auf den Teller mit etwas Ahornsirup, Beeren, Nutella, Apfelmus, Puderzucker ... oder was man sonst noch mag servieren.
Tja, ich war mal wieder auf der Offerta Karlsruhe. Meine Mutter wollte hin, also Karten online bestellt und ja, letzten Donnerstag sind wir dann hin.
Was soll ich sagen. Also ganz ehrlich. Ich muss da nie mehr wieder hin. Alles Halsabschneider und Betrüger. Na ja... vielleicht nicht alle.
Der Telekom Stand! Er hätte ein super Angebot für mich. Und ich Trottel habe das geglaubt. Ein Ersparnis. Von wegen. Hatte Montag die Bestätigung von der Telekom UND der Firma die auf der Messe oder mehreren Messen die Telekom vertritt. Sorry Telekom. Kein Wunder habt ihr schlechte Bewertungen. Denn diese Leute von der Paschke GmbH haben NULL Ahnung. Ich habe widerrufen, hat geklappt. Aber für mich NIE MEHR !!!
Dann hatte ich mich leider für ein Massagegerät überreden lassen. Firma Casada Deutschland GmbH. Oh man. Meine Mutter und ich hatten uns ca. 10 Minuten vom dem Gerät massieren lassen. Die Dame fragte uns noch, ob wir denn Probleme mit dem Rücken, Nacken, Becken, Muskeln hätten. Wir bejaten dies und DENNOCH hat uns die Dame ohne Weiteres diese 10 Minuten massiert und bequatscht. Leute... meine Mutter und ich hatten seit Freitag Mittag nur noch Schmerzen und mussten zum Orthopäden und uns Spritzen geben lassen, weil wir uns überhaupt nicht mehr bewegen konnten. Der Orthopäde hat die Hände über den Kopf geschlagen und sagte "Au weia! Diese Dame hätte gerade uns dieses Gerät NIEMALS anbieten dürfen. Das ist gesundheitschädigend, wenn man das nicht richtig anwendet"!
Am Montag habe ich einen Widerruf geschrieben, am Dienstag den gleichen Widerruf gleich 2x und am Mittwoch (also heute) gleich 3x. Keine Antwort. UND die haben das Gerät heute Abend auf den Weg geschickt. Was für eine scheiß Firma. Habe DHL schon online informiert, dass ich die Annahme verweigere.
Also für mich ist die Offerta oder andere Messen gestorben. NEIN, niemals mehr.